Kategorie: Frauengesundheit

Hilfestellungen für die Frau sich ihren körperlichen Herausforderungen natürlich und behutsam zu stellen und die zyklischen Wandlungen zu unterstützen.

  • EISENmangel

    EISENmangel

    Wir wissen, dass eine ausreichende EISEN-Versorgung für uns Menschen lebensnotwendig ist. Was wir oft nicht wissen ist, wie entsteht denn ein Mangel und was können wir tun, um uns damit ausreichend zu versorgen. Der berühmte Eisennagel im Apfel allein reicht wahrlich nicht aus.

    Mit ihrer feurigen Vitalität ist die BRENNNESSEL eine der wichtigsten Eisenpflanze.

    Eisen ist unser klassisches „Blut-Spuren-Element“, denn der Löwenanteil befindet sich mit ca. 70% im sogenannten Hämoglobin und das wiederum ist ein Protein der roten Blutkörperchen,- der Erythrozten. Dessen wichtigste Aufgabe ist der Transport von Sauerstoff. Ohne Eisen ist also kein Sauerstofftransport im Körper möglich. Der Rest von ca. 30% kommt in den Muskelzellen als Speichereisen (v.a. in der Leber) und in einigen Enzymen vor.

    Treten Symptome auf wie


    *Leichte Ermüdbarkeit

    *Erschöpfung

    *Atemnot bei körperlichen Anstrengungen

    *Schwindel/ Kopfschmerz

    *Rhagaden im Mundwinkel

    *Störungen des Wachstums von Haaren und Nägeln

    *Veränderungen der Mundschleimhaut

    kann das durchaus ein Anzeichen für einen Eisen-Mangel sein, denn dadurch verschlechtert sich, wie wir nun wissen, die Sauerstoffversorgung der Gewebe.

    Es sind meist Frauen etwas mehr gefährdet, brauchen sie doch 1,5x so viel Eisen wie Männer. Ein offensichtlicher Grund dafür ist der monatliche Blutverlust bei der Menstruation. Auch ein Blutverlust durch eine Verletzung, eine Aufnahmestörung im Darm oder schlichtweg eine unzureichende Eisenzufuhr kann Ursache eines Mangels sein. Bei Mann wie Frau.

    Gemüse (grüne Erbsen, rote Beete, Grünkohl), Hülsenfrüchte (Sojabohnen und Linsen), Vollkornprodukte (Weizenkeime, Hirse) und rotes Fleisch dürfen den Seiseplan aufwerten.

    Aus dem (Un-)Kräutergarten ist die Brennnessel die wichtigste Eisenpflanze

    Das kraftvolle Wildgemüse hat neben einem hohen Gehalt an Eisen auch Eiweiss, Vitamine und Chlorophyll zu bieten und wirkt damit auf alle Körpersysteme. Als Tee, Urtinktur oder auch im Salat kann die Heilpflanze wunderbar eingesetzt werden. 

    Optimiert wird die Eisen-Aufnahme 

    Durch die Gabe von Vitamin C.

    Verschlechtert wird die Eisenaufnahme

    Durch den Konsum von Kaffee, Schwarztee und Milch.

    CAVE

    Kontraindiziert ist jegliche Art Eisengabe bei Eisen-Kumulation (z.B. Hämochromatose) oder einer Eisen-Verwertungsstörung (z.B. Thalassämie). Eisen und Zink behindert sich gegenseitig in der Aufnahme.

    Eisen steht für WILLENSKRAFT und VITALITÄT. Und genau DAS stellt uns die Natur in einer unglaublichen Fülle zur Verfügung.

  • FRAUENpflanze – Hirtentäschel

    FRAUENpflanze – Hirtentäschel

    Das zarte Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris). Eine filigrane Pflanze, die nicht sofort ins Auge springt, aber bei näherer Betrachtung einzigartig ist. Kleine Schoten stehen wie feine Herzen vom Stiel ab, weshalb man sie gerne auch als H E R Z kraut bezeichnet.

    Zu finden ist sie von Frühjahr bis in den Herbst hinein auf mageren und eher nährstoffarmen Böden.

    Sie ist aber nicht nur wegen ihres Aussehens wertvoll, sondern enthält auch nährende Inhaltsstoffe. Die kleinen (Herz-)Schoten sind reich an Vitamin C und verschiedenen Mineralien, so daß man sie gerne auch frisch über den Salat streuen darf.  Der Salat wird nicht nur heilsamer, sondern auch noch schmackhaft aufgewertet, da es ein wenig an die wohlige Schärfe der Kresse erinnert.   Also – frisch ernten, klein schneiden und ab in den Salat oder den Kräuterquark. 

    Ganz besondere und heilende Wirkung entfaltet die Pflanze jedoch vor allem in der F R A U E Nheilkunde, denn sie  ist als die große B L U T S T I L L E R I N bekannt. Aufgrund dieser enormen Wirkung ist sie ein wunderbares Mittel bei einer zu starken oder zu langen Menstruation. Durch den hohen Blutverlust nach einer ausdauernden und intensiven Periode fühlen sich die Frauen oftmals schwach und ausgelaugt. Ist das jeden Monat der Fall und die Frau verliert in regelmäßigen Abständen viel Blut, so zehrt das auf Dauer ungemein an den Kräften. Als Tee oder Tinktur angewendet, kann das Hirtentäschel hier sehr gut unterstützen. Natürlich darf nie übersehen werden starke Blutungen gynäkoligisch abklären zu lassen.


    Hirtentäschel bitte N I C H T in der Schwangerschaft anwenden, da es abortiv wirkt und damit Wehen auslösen kann. 

    HERZkraut und BLUTSTILLERIN

    Um das Hirtentäschel ganzjährig einnehmen zu können, gibt es verschiedene Formen der Verarbeitung, die ich nachfolgend vorstellen möchte. Da die Pflanze in Form einer Tinktur immens wirksam ist, darf ich die Herstellung kurz beschreiben:


    HIRTENTÄSCHEL-TINKTUR

    Zutaten:

    • Frisch gesammeltes Hirtentäschelkraut
    • Mindestens 40%-Alkohol (Korn oder Wodka)

    Zubereitung:

    Das frisch gesammelte Hirtentäschelkraut zerkleinern und in ein verschließbares Glas etwa ¾ locker schichten.
    Mit dem Alkohol übergießen und darauf achten, dass das Kraut immer gut mit Alkohol bedeckt ist. 
    Vier Wochen (ein Monatszyklus) an einem gleichmäßig warmen, hellen und nicht vollsonnigen Ort ziehen lassen und regelmäßig kräftig durchschütteln. 
    Danach filtern (z.B. Teefilter) und in dunkle Tropf-Fläschchen füllen. 


    Zur Regulierung der Blutung einige Tage vor Beginn der Menstruation mit 2 x 10 Tropfen beginnen und mit Eintritt der Periode steigern auf 3 x 10 Tropfen. 

    Neben der Tinktur darf zusätzlich eine Teemischung unterstützen, der neben dem blutstillenden Hirtentäschel hilfreiche, blutbildende Pflanzen beigemischt werden. 

    TEEMISCHUNG 

    Zutaten:
    • 20g Hirtentäschel
    • 20g Löwenzahn
    • 20g Brennnessel
    • 40g Frauenmantel 
       

    Einen Teelöffel der Mischung in eine große Tasse geben und mit heißem Wasser aufgießen. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Anschließend schluckweise trinken. Einige Tage vor Beginn der Periodenblutung und während der Blutung 3x täglich eine Tasse der Kräutermischung trinken. 

    Um wieder ausreichend Blut bilden zu können sollte dann auch ausreichend Vitamin C aufgenommen werden, denn es hilft dabei, dass das in der Nahrung enthaltene Eisen besser vom Körper aufgenommen werden kann. Und Eisen ist ein sehr wichtiger Baustein zu Bildung neuen Blutes.

    Stehen dann auf dem Speiseplan noch Gemüse wie Rote Beete, Spinat und Kräuter wie Dill und Petersilie, können die Speicher wieder wunderbar gefüllt werden.

  • FRAUENpflanze – Frauenmantel

    FRAUENpflanze – Frauenmantel

    Als Frau und Heilpraktikerin – was kann mir denn näher liegen als eine Hinwendung zu den Frauenkräutern der Natur. 

    DIE Heilquelle für alle Arten von Frauenleiden ist dabei unter all den heimischen Frauenkräuter, der Frauenmantel – die Alchemilla. 

    Mit seinen charmant gerandeten Blättern, in denen sich wie eine Perle auf einem Samtkissen ein Tautropfen sammelt und den zarten gelb-grünen Blüten, sieht der Frauenmantel einfach wunderschön aus. Bescheiden und fast unscheinbar wächst er auf den Wiesen und trägt doch unfassbar heilsame Kräfte. 

    Die Alchemilla unterstützt bei der Hormonregulation und begleitet Frauen sanft von der Pubertät bis zu den Wechseljahren. Wunderbar ist vor allem die unterstützende Wirkung des Frauenmantels für den Monatsrhythmus. Darum kann er bei allen Menstruationsunregelmäßigkeiten Anwendung finden. Durch die enthaltenen Phytohormone wirkt der Frauenmantel hormonell unterstützend sowohl in der ersten Zyklushälfte, wo er den Eisprung und damit die Fruchtbarkeit fördert, als auch bei Beschwerden der zweiten Zyklushälfte, oft als PMS (Prämenstruelles Syndrom) bezeichnet. 

    Der Frauenmantel hilft also nicht nur unsere Hormone wieder zu balancieren, sondern schenkt uns auch eine Art Schutzmantel für unser Frau-Sein, wie uns die Form, die Signatur dieser Pflanze zeigt. Das tut in Zeiten der Veränderung, wie es in Pubertät oder auch Wechseljahren der Fall ist, überaus gut. 

    HEILquelle für alle Arten von FrauenLEIDEN

    Beim Frauenmantel verwendet man Blätter und Blüten und sammelt diese zur Blütezeit. Diese können zu Tee, Umschlägen und Tinkturen verarbeitet werden. 


    FRAUENMANTEL-TEE 

    Wunderbar einfach kann sich die Heilwirkung des Frauenmantels als Tee entfalten. Einen Teelöffel Frauenmantel für eine große Tasse Tee sind völlig ausreichend. Mit heißem Wasser aufgießen und 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Anschließend schluckweise trinken. Schon eine Tasse Frauenmanteltee täglich hilft gegen Menstruationsbeschwerden, insbesondere Periodenschmerzen. 


    FRAUENMANTEL-TINKTUR

    Intensiv heilsam wirkt die Alchemilla ferner als Tinktur, die sehr einfach selbst hergestellt werden kann. Im Frühling, wenn die Kräfte in der Pflanze am stärksten sind, werden Blätter und die frisch blühenden Blüten auf unbehandelten Wiesen gesammelt. 

    Zutaten:

    • Frisch gesammelter Frauenmantel (Blüten und Blätter) 
    • Hochprozentiger Alkohol (Korn oder Schnaps ab 40%) 

    Zubereitung:

    Das frisch gesammelte Frauenmantelkraut und die -blüten leicht zerkleinern und in ein verschließbares Glas etwa ¾ locker schichten.

    Anschließend mit dem Alkohol übergießen. Darauf achten, dass das Kraut immer gut mit Alkohol bedeckt ist. 

    Vier Wochen (ein Monatszyklus) an einem gleichmäßig warmen und nicht vollsonnigen Ort ziehen lassen und immer wieder kräftig durchschütteln. Darauf achten, dass alle Pflanzenteile mit Alkohol bedeckt sind – gegebenenfalls nachgiessen. 

    Danach filtern und in dunkle Flaschen füllen. 

    Von der Tinktur können 3x täglich 5 Tropfen eingenommen werden. Ohnehin darf im Frühling bei einem Sonnenspaziergang durch die Natur niemals eine kleine Tasche fehlen, um all die Juwelen der Natur, für unser H E I L – Werden zu sammeln und zu nutzen. 

  • FREUDE am Wechsel

    FREUDE am Wechsel

    Suchmaschinen tragen oftmals auch zur Erheiterung bei. „Klimakterium“ beispielsweise bringt die lehrreiche Deutung zutage: „…natürlicher Lebensabschnitt einer Frau höheren Alters, der keine Krankheit darstellt.“ Ich frage mich tatsächlich wie sich eine Frau in meiner Praxis fühlen würde, der ich auf Schilderung ihres Beschwerdebildes genau diese Erklärung gebe. „Vielen Dank – auf Wiedersehen“ wäre wahrscheinlich noch die höflichste Antwort. Natürlich ist es der Wunsch einer jeden Frau würdevoll in die neue Lebensphase einzutreten, als weise Ratgeberin hohes Ansehen zu genießen und voller Stolz auf die Früchte der letzten 50 Jahre zu blicken.

    „Die Frau ist im Wechsel wenn sie endlich
    anfängt N E I N zu sagen!“

    Die gute Nachricht ist, dass etwa 1/3 der Frauen den Eintritt in die neue Lebensphase lediglich durch das Ausbleiben der Regelblutung wahrnehmen. 2/3 werden jedoch mit Symptomen konfrontiert, die zunächst gar nicht als Vorboten der Wechseljahre wahrgenommen werden, denn sie schleichen sich langsam ein, lange bevor die Regel endgültig ausbleibt. Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit, Brustspannen, Wassereinlagerungen, Schleimhauttrockenheit, mangelnde Libido, Erschöpfung etc. – all das können Zeichen dafür sein, dass die hormonelle Umstellung in vollem Gang ist.


    Hormone bestimmen unser Leben enorm. I m m e r. Jedoch ist die „Hormon-Achterbahn“ in Zeiten von Umbrüchen, wie es in Pubertät, Schwangerschaft und Stillzeiten und eben Wechseljahren der Fall ist, noch weit ausgeprägter. In welcher Phase der hormonellen Umstellung sich die Frau auch immer befindet, der Leidensdruck kann zweifelsohne hoch sein. Da kommen Frauen mitunter an körperliche Grenzen.


    Um hier gezielt behandeln zu können, ist zunächst eine ganzheitliche Diagnostik zu stellen. In der Praxis sind primär die Steroidhormone (Cortisol, DHEA, Testosteron, Progesteron, Östradiol), das Melatonin sowie die Schilddrüsenhormone von Bedeutung.  Hier die Übersicht über mögliche Mangelsymptome einzelner Hormone.


    Speichel ist dabei ein ideales Körpersekret, um die Konzentration biologisch aktiver Hormone der Nebenniere und der Eierstöcke nachzuweisen. Grenzen erreicht die Speicheldiagnostik dagegen bei der Bestimmung der Schilddrüsenhormone, die nur aus dem Blut gewonnen werden können. Sämtliche labordiagnostische Untersuchungen ersetzen jedoch nicht das persönliche Anamnesegespräch. Die Befunde müssen immer auch ganzheitlich interpretiert werden, denn es spielen neben den klinischen Symptomen auch Ernährung, Lebensstil, Medikamenteneinnahme und körperliche sowie psychische Belastungen eine Rolle. UND es ist zu beachten, dass für die aufgeführten Beschwerden auch andere Ursachen zumindest mitverantwortlich sein können.


    Ein ganzheitlicher Blick auf die Frau entscheidet letztendlich über die individuelle Therapie, die aus unterschiedlichen Behandlungsansätzen bestehen kann. Erleichterung bringen hormonell wirksame Pflanzen, die als Urtinktur oder Teemischung eingesetzt werden können. Hier eine Auswahl an Anwendungsmöglichkeiten hormonell wirksamer Pflanzen. Wesentlicher Bestandteil sind zudem homöopathisch aufbereitete Hormoncremes und homöopathische Komplexmittel, die eine sanfte Hormonregulation und -stimulation, ohne Nebenwirkungen, ermöglichen.


    Die Wechseljahre bringen Veränderungen im Leben j e d e r Frau – körperlich und seelisch. Wie wundervoll zu wissen, dass wir auf wirksame alternative Behandlungsmethoden zurückgreifen können. Und wie wundervoll, dass wir die Chance erhalten, diese Phase auch als eine positive Zeit der Neuorientierung zu erleben. Und wie hat mir eine weise, ältere Frau auf meine Frage nach den Erstsymptomen der Wechseljahre geantwortet….


    …„Die Frau ist im Wechsel wenn sie endlich anfängt N E I N zu sagen!“

    Na denn…..