Diese Pflanze kennt fast jeder, denn der Holunder wächst, wo er wachsen darf und das tut er gern und üppig. Viele Geschichten gibt es über ihn, – so sagte man doch, dort wohnt Frau Holle und sie schüttelt die Betten aus…
In den Blüten und Beeren steckt die Heilkraft
Die Hausapotheke
Was man vor allem schon lange über den Holunder weiss ist, dass er ein Medizinschrank, -eine wahre Hausapotheke ist und deshalb sollte jedes Haus, jeder Garten einen Holunderbusch haben.
Stärkung der Immunabwehr
Er ist vornehmlich bekannt dafür, die Entgiftung des Körpers auf natürliche Art und Weise zu unterstützen und die Immunabwehr zu stärken. Deshalb kommt er in allen Formen der Erkältungskrankheiten, bei Beschwerden der Lunge und der Bronchien und bei Fieber und Schmerzen zum Einsatz.
Seine Heilkraft steckt vor allem in den Blüten und den Beeren . In Form von Tee und Saft werden diese deshalb gerne für Schwitzkuren eingesetzt. Vor allem die Beeren im Herbst haben einen hohen Anteil an Vitamin C. Sie sollten allerdings über 80 Grad erhitzt werden, da ansonsten Blausäure freigesetzt wird.
Um die Kraft für die kalten und nassen Jahreszeiten zu erhalten, können die wohlduftenden und –schmeckenden Blüten getrocknet und als Tee getrunken werden. Im Frühjahr/ Sommer hingegen ist der Holunderblütensirup ein wundervolles, gesundes und erfrischendes Getränk
Anwendung
Um die Kraft für die kalten und nassen Jahreszeiten zu erhalten, können die wohlduftenden und –schmeckenden Blüten getrocknet und als Tee getrunken werden. Im Frühjahr/ Sommer hingegen ist der Holunderblütensirup ein wundervolles, gesundes und erfrischendes Getränk.
Holunderblütensirup
• 1 kg Zucker
• 1 Liter Wasser
• 25 Holunderblütendolden
• 3 Bio-Zitronen
Zucker und Wasser in einem Topf aufkochen und unter Rühren solange kochen, bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat. Zitronen heiß abspülen und in Scheiben schneiden. Dolden gut abschütteln und zusammen mit Zitronenscheiben in einen Topf füllen. Mit Zuckerwasser übergießen und zwei Tage kühl und dunkel ziehen lassen. Danach durch Haarsieb oder Kaffeefilter abfiltern. Holunderblütensirup nochmals aufkochen und anschließend in heiß ausgespülte Flaschen füllen, schließen und abkühlen lassen. Kühl und dunkel gelagert hält der Sirup etwa 1 Jahr.
Wir wissen, dass eine ausreichende EISEN-Versorgung für uns Menschen lebensnotwendig ist. Was wir oft nicht wissen ist, wie entsteht denn ein Mangel und was können wir tun, um uns damit ausreichend zu versorgen. Der berühmte Eisennagel im Apfel allein reicht wahrlich nicht aus.
Mit ihrer feurigen Vitalität ist die BRENNNESSEL eine der wichtigsten Eisenpflanze.
Eisen ist unser klassisches „Blut-Spuren-Element“, denn der Löwenanteil befindet sich mit ca. 70% im sogenannten Hämoglobin und das wiederum ist ein Protein der roten Blutkörperchen,- der Erythrozten. Dessen wichtigste Aufgabe ist der Transport von Sauerstoff. Ohne Eisen ist also kein Sauerstofftransport im Körper möglich. Der Rest von ca. 30% kommt in den Muskelzellen als Speichereisen (v.a. in der Leber) und in einigen Enzymen vor.
Treten Symptome auf wie
*Leichte Ermüdbarkeit
*Erschöpfung
*Atemnot bei körperlichen Anstrengungen
*Schwindel/ Kopfschmerz
*Rhagaden im Mundwinkel
*Störungen des Wachstums von Haaren und Nägeln
*Veränderungen der Mundschleimhaut
kann das durchaus ein Anzeichen für einen Eisen-Mangel sein, denn dadurch verschlechtert sich, wie wir nun wissen, die Sauerstoffversorgung der Gewebe.
Es sind meist Frauen etwas mehr gefährdet, brauchen sie doch 1,5x so viel Eisen wie Männer. Ein offensichtlicher Grund dafür ist der monatliche Blutverlust bei der Menstruation. Auch ein Blutverlust durch eine Verletzung, eine Aufnahmestörung im Darm oder schlichtweg eine unzureichende Eisenzufuhr kann Ursache eines Mangels sein. Bei Mann wie Frau.
Gemüse (grüne Erbsen, rote Beete, Grünkohl), Hülsenfrüchte (Sojabohnen und Linsen), Vollkornprodukte (Weizenkeime, Hirse) und rotes Fleisch dürfen den Seiseplan aufwerten.
Aus dem (Un-)Kräutergarten ist die Brennnessel die wichtigste Eisenpflanze
Das kraftvolle Wildgemüse hat neben einem hohen Gehalt an Eisen auch Eiweiss, Vitamine und Chlorophyll zu bieten und wirkt damit auf alle Körpersysteme. Als Tee, Urtinktur oder auch im Salat kann die Heilpflanze wunderbar eingesetzt werden.
Optimiert wird die Eisen-Aufnahme
Durch die Gabe von Vitamin C.
Verschlechtert wird die Eisenaufnahme
Durch den Konsum von Kaffee, Schwarztee und Milch.
CAVE
Kontraindiziert ist jegliche Art Eisengabe bei Eisen-Kumulation (z.B. Hämochromatose) oder einer Eisen-Verwertungsstörung (z.B. Thalassämie). Eisen und Zink behindert sich gegenseitig in der Aufnahme.
Eisen steht für WILLENSKRAFT und VITALITÄT. Und genau DAS stellt uns die Natur in einer unglaublichen Fülle zur Verfügung.
Es klingt so einfach und trotzdem machen wir es zu wenig. TRINKEN.
Sobald die adventliche Zeit beginnt und es draußen ungemütlich und kalt wird, machen wir es uns bevorzugt auf dem Sofa mit einem guten Buch gemütlich. Was passt in dieses Arrangement denn besser als eine wärmende Tasse T E E ? Das ist nicht nur sehr behaglich. Nein. Es ist vornehmlich für unseren Körper,- für all seine bedeutenden Funktionen, stärkend und heilsam.
Ein Bad erfrischt den Körper, eine Tasse Tee den Geist. (Weisheit aus Japan)
Man stelle sich vor, man wische ein ganzes Haus, vom Dachboden bis zum Keller, mit nur einem Eimer Wasser. Wie würden wohl am Ende das Wasser sowie das Haus aussehen? Wahrscheinlich alles andere als sauber. Vermutlich sogar schmutzig.
Ähnlich verhält es sich mit unserem Körper. Versorgen wir ihn nicht mit ausreichend klarer und gesunder Flüssigkeit, so wird er nicht „sauber“ und kann vor allem nicht geschmeidig funktionieren. Wird er hingegen ausreichend hydriert, so können Viren und Bakterien abtransportiert, Schleimhäute befeuchtet und Organe in ihrer Funktion aktiviert und unterstützt werden. Das Immunsystem freut sich darüber und kann dadurch kraftvoll seine Dienste leisten.
Empfehlenswert sind vor allem ungesüßter Tee und stilles Wasser in ausreichender Menge. Wie individuell „ausreichend“ ist, habe ich hier WASSERbedarf bereits beschrieben.
Ich wünsche eine wunderschöne Adventszeit, mit Zeit für wärmenden Tee bei Kerzenschein und besinnlicher Musik, einem inspirierenden Buch und vor allem mit F R E U D E im Herzen.
Das zarte Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris). Eine filigrane Pflanze, die nicht sofort ins Auge springt, aber bei näherer Betrachtung einzigartig ist. Kleine Schoten stehen wie feine Herzen vom Stiel ab, weshalb man sie gerne auch als H E R Z kraut bezeichnet.
Zu finden ist sie von Frühjahr bis in den Herbst hinein auf mageren und eher nährstoffarmen Böden.
Sie ist aber nicht nur wegen ihres Aussehens wertvoll, sondern enthält auch nährende Inhaltsstoffe. Die kleinen (Herz-)Schoten sind reich an Vitamin C und verschiedenen Mineralien, so daß man sie gerne auch frisch über den Salat streuen darf. Der Salat wird nicht nur heilsamer, sondern auch noch schmackhaft aufgewertet, da es ein wenig an die wohlige Schärfe der Kresse erinnert. Also – frisch ernten, klein schneiden und ab in den Salat oder den Kräuterquark.
Ganz besondere und heilende Wirkung entfaltet die Pflanze jedoch vor allem in der F R A U E Nheilkunde, denn sie ist als die große B L U T S T I L L E R I N bekannt. Aufgrund dieser enormen Wirkung ist sie ein wunderbares Mittel bei einer zu starken oder zu langen Menstruation. Durch den hohen Blutverlust nach einer ausdauernden und intensiven Periode fühlen sich die Frauen oftmals schwach und ausgelaugt. Ist das jeden Monat der Fall und die Frau verliert in regelmäßigen Abständen viel Blut, so zehrt das auf Dauer ungemein an den Kräften. Als Tee oder Tinktur angewendet, kann das Hirtentäschel hier sehr gut unterstützen. Natürlich darf nie übersehen werden starke Blutungen gynäkoligisch abklären zu lassen.
Hirtentäschel bitte N I C H T in der Schwangerschaft anwenden, da es abortiv wirkt und damit Wehen auslösen kann.
HERZkraut und BLUTSTILLERIN
Um das Hirtentäschel ganzjährig einnehmen zu können, gibt es verschiedene Formen der Verarbeitung, die ich nachfolgend vorstellen möchte. Da die Pflanze in Form einer Tinktur immens wirksam ist, darf ich die Herstellung kurz beschreiben:
HIRTENTÄSCHEL-TINKTUR
Zutaten:
Frisch gesammeltes Hirtentäschelkraut
Mindestens 40%-Alkohol (Korn oder Wodka)
Zubereitung:
Das frisch gesammelte Hirtentäschelkraut zerkleinern und in ein verschließbares Glas etwa ¾ locker schichten. Mit dem Alkohol übergießen und darauf achten, dass das Kraut immer gut mit Alkohol bedeckt ist. Vier Wochen (ein Monatszyklus) an einem gleichmäßig warmen, hellen und nicht vollsonnigen Ort ziehen lassen und regelmäßig kräftig durchschütteln. Danach filtern (z.B. Teefilter) und in dunkle Tropf-Fläschchen füllen.
Zur Regulierung der Blutung einige Tage vor Beginn der Menstruation mit 2 x 10 Tropfen beginnen und mit Eintritt der Periode steigern auf 3 x 10 Tropfen.
Neben der Tinktur darf zusätzlich eine Teemischung unterstützen, der neben dem blutstillenden Hirtentäschel hilfreiche, blutbildende Pflanzen beigemischt werden.
TEEMISCHUNG
Zutaten:
20g Hirtentäschel
20g Löwenzahn
20g Brennnessel
40g Frauenmantel
Einen Teelöffel der Mischung in eine große Tasse geben und mit heißem Wasser aufgießen. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Anschließend schluckweise trinken. Einige Tage vor Beginn der Periodenblutung und während der Blutung 3x täglich eine Tasse der Kräutermischung trinken.
Um wieder ausreichend Blut bilden zu können sollte dann auch ausreichend Vitamin C aufgenommen werden, denn es hilft dabei, dass das in der Nahrung enthaltene Eisen besser vom Körper aufgenommen werden kann. Und Eisen ist ein sehr wichtiger Baustein zu Bildung neuen Blutes.
Stehen dann auf dem Speiseplan noch Gemüse wie Rote Beete, Spinat und Kräuter wie Dill und Petersilie, können die Speicher wieder wunderbar gefüllt werden.
Ist DAS, was uns Werbung glauben lässt und in den Drogeriemärkten als Schönheitsmittel angepriesen wird, wirklich DAS, was uns schön macht? Ich glaube nicht und bin überzeugt davon, dass eine andere Lösung gefunden werden darf. Wahre Schönheit kommt sprichwörtlich von Innen und deshalb gilt es auch, Heilsysteme zu finden, die von INNEN heraus Haut, Haare und Nägel pflegen. Ewige Jugend zu erwarten wäre hoch gegriffen, aber ich zeige Möglichkeiten auf, wie jeder ein strahlendes Aussehen aus sich herausholen kann. Einfach ein paar Wochen ausprobieren und wirken lassen.
Natürliche Schönheit strahlt von INNEN und AUSSEN.
T E E / K R Ä U T E R
Die Haut benötigt Feuchtigkeit und zwar nicht nur im Rahmen von äußerlicher Pflege sondern vor allem durch Befeuchtung von Innen. Deshalb Trinkmenge (mindestens 1,5 Liter/ Tag – siehe W A S S E R bedarf) steigern, zuckerhaltige Getränke meiden und umsteigen auf stilles Wasser und klärenden Kräutertee. Zwei ganz besondere Wunderkräuter für Haut, Haare und Nägel sind:
Ackerschachtelhalm
Ein großer Fan bin ich von einer Kur aus dem (Kaltauszug) Tee des Ackerschachtelhalms. Er ist ein wertvoller Lieferant von Kieselsäure und damit unersetzlich für das Bindegewebe, Haut, Haare und Nägel.
Ein gestrichener Esslöffel geschnittenes Kraut wird mit 250 ml kaltem Wasser übergossen. Der Sud sollte 12 Stunden ziehen. Danach abseihen und über den Tag verteilt trinken.
Brennnessel – i n n e r l i c h
Die Brennnessel wirkt gegen Hautunreinheiten und fördert die Durchblutung. Schon zwei bis drei Tassen als Tee täglich getrunken unterstützen das. Getrocknete Kräuter bekommt man in jeder Kräuterhandlung, doch je frischer sie verwendet werden, umso grösser der (Heil)erfolg.
Beispiel für eine reinigende Teemischung:
Brennnesselblätter 20 g
Löwenzahnwurzel mit Kraut 10 g
Ackerschachtelhalm 10 g
Birkenblätter 10 g
2 gehäufte Teelöffel dieser Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. 3-mal täglich eine Tasse trinken.
Übrigens: Die jungen Brennnesselblätter können im Frühjahr hervorragend als Vitaminspender in den Salat und in der Suppe verwendet werden.
Brennnessel – ä u ß e r l i c h
Für starken und kräftigen Haarwuchs und gegen Haarausfall und Schuppen wirkt die Brennnesselwurzel äußerlich angewendet. Dafür wird eine kleine Menge Brennnesselwurzel Tinktur (ca. 5-7 Tropfen der Tinktur mit etwas Wasser vermischt) nach dem Waschen auf dem Kopf verteilen und in die Kopfhaut einmassiert.
Im Handel ist es erhältlich, kann jedoch auch einfach selbst hergestellt werden.
Brennnesselwurzelurtinktur S E L B S T gemacht
Zutaten:
1 Handvoll Brennnessselwurzel und Alkohol (mind. 40%)
Zubereitung:
Die Wurzeln klein schneiden und in eine Flasche geben. Mit dem Alkohol übergießen, bis Wurzeln gut bedeckt sind und gut verschließen. 2 1/2 Wochen an einem sonnigen Platz ziehen lassen. Dann durch ein feines Tuch abseihen und in eine dunkle Glasflasche abfüllen. Dunkel lagern.
R E I N I G U N G
Eine gute Gesichtsreinigung morgens und abends ist für eine strahlende Haut essentiell. Dafür ist keine Griff zu teuren Reinigungsmitteln erforderlich – das Gegenteil ist der Fall. Eine biologische, pflanzliche Kernseife (zu finden in der Waschmittelabteilung von Bioläden) reinigt die Haut ohne chemische Zusätze im wahrsten Sinne porentief rein. Mit klarem Wasser abspülen und gewohnte Pflege auftragen.
B E W E G U N G
Täglich mindestens eine Stunde Bewegung an der frischen Luft bringt den Kreislauf in Schwung und fördert die Durchblutung. Und nicht vergessen: A T M E N
S C H L A F und E R N Ä H R U N G
Ausreichender Schlaf (bestenfalls vor Mitternacht) und eine gesunde und naturbelassene Ernährung (Die K R A F T der Speisenund Z E I T lassen Z E I T fasten) runden den Tag ab und fördern eine strahlende innere und äußere Schönheit.
Frühlings E R W A C H E N hat für viele Menschen eine Kehrseite, denn so manch einer niest, statt ge-niesst sobald die Pollen an Fahrt aufnehmen.
Ein paar einfache Tricks können helfen die überschießende Reaktion unseres Körpers auf die Pollen zu mildern und den Symptomen die Spitze zu nehmen.
Ganz besonders freue ich mich jedoch einen wohltuenden und natürlichen Weg vorzustellen, der Allergenen schon an einer wichtigen Eintrittspforte zum Körper den Zugang verweigert.
Die Natur ist ein Teil von uns und wir ein Teil von ihr. Sie darf zu jeder Zeit unser Freund sein, denn im S E I N in der Natur schöpfen wir unsere Lebenskraft.
ERSTMAßNAHMEN
Pollen an der Kleidung möglichst im Eingangsbereich belassen und nicht in die Wohnräume bringen. Am Besten die Kleidung beim Betreten der Wohnung wechseln. Definitiv keine Wäsche, die draußen getragen wurde, in die Schlafräume bringen.
Vor dem Schlafengehen Haare waschen und abduschen, damit sich die Schleimhäute in der Nacht erholen können.
Beim Schlafen die Fenster möglichst geschlossen halten und generell nur bei abnehmendem Pollenflug lüften (in der Stadt vor acht Uhr morgens und auf dem Land abends nach 18 Uhr). Auch während oder nach dem Regen sind günstige Gelegenheiten für´s Rundumlüften.
Bettwäsche oder Kleidung in der pollenreichen Zeit nicht draußen trocknen lassen.
PRÄVENTIVES AROMAÖL
Nun möchte ich mein ganz persönliches Notfallmittel vorstellen, das mir einst von einer weisen Kräuterexpertin empfohlen wurde und für mich seither ein unersetzlicher Begleiter durch die Pollensaison geworden ist.
Ätherische Öle wirken bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen oft wahre Wunder und im Falle von allergischen Erkrankungen sind besonders zwei ätherische Öle ein unschlagbares Team:
In Verbindung mit einem hochwertigen Basisöl wie Jojoba- oder Mandelöl, entsteht ein wunderbares und angenehmes Nasenöl (bitte in meiner Praxis nachfragen).
Ätherische Öle dürfen bitte niemals pur auf die Schleimhaut gegeben werden!
Vor dem Verlassen des Hauses, vor allem vor einem Spaziergang in der Natur, wird nun in jedes Nasenloch ein Tropfen der Mischung einmassiert und nachfolgend die Nasenflügel leicht zusammengepresst. So wird das untere Nasendrittel gut benetzt. Der Ölfilm fängt zum einen die Pollen ab, so dass sie gar nicht erst in den Atemtrakt eindringen können. Zum anderen wirken die Aromaöle auf die sensible Nasenschleimhaut abschwellend, entspannend und beruhigend.
Lassen sich die Symptome durch diese Maßnahmen dennoch nicht lindern, so empfehle ich eine ausführliche Anamnese, so dass ein individueller Therapieplan erstellt werden kann.
Der „running gag“ eines Lehrers meiner Ausbildung lautete „Pflaster drauf und viel trinken“ und in der Tat kursiert ja vor allem in der Naturheilkunde die immerwährende Mahnung „trinken, trinken, trinken“.
Zu allgemeinen, für alle gleichermaßen gültigen Empfehlungen lasse ich mich ungern hinreissen. Vor allem die Aufforderung mindestens 3 Liter täglich zu trinken, ist nicht für jeden Menschen stimmig. Das artet für manchen zu regelrechtem Stress aus. Die Wasserflasche müsste immerwährend in der Hand liegen und die Thermoskanne fortwährend auf dem Schreibtisch stehen. Klingt anstrengend und es fehlt mir sehr die Individualität.
Deshalb soll nachfolgend ein kurzer Überblick dabei helfen Klarheit zu bekommen, wieviel Flüssigkeit tatsächlich benötigt wird und was daraus für jeden ganz I N D I V I D U E L L abgeleitet werden kann.
NICHT jeder Mensch braucht die gleiche Menge an FLÜSSIGKEIT
Unser Körper besteht zu 70% (!) aus Wasser und somit ist Wasser auch unser wichtigstes Transportmittel. Ohne Wasser würden weder all die guten Nährstoffe zu unseren Zielorten, den Zellen, gelangen, noch könnten Giftstoff abtransportiert werden.
Es kursiert häufig die Annahme, „wenn man durstig ist, sei es doch schon zu spät!“ Ich frage mich allerdings schon, für was genau es denn zu spät sein soll? Für das Überleben in der Wüste?
Aber mal ernst: Durst entsteht bei einem Wasserverlust von 0,5% = 1 Glas Wasser. Trinkt man also sobald Durst aufkommt, so lässt sich diese Menge leicht und schnell wieder auffüllen. Funktioniert also unser Durstgefühl, dann ist alles bestens. Ein Problem besteht erst dann, wenn das Durstgefühl versagt und das ist der Fall bei manchen chronischen Krankheiten, zunehmendem Alter oder als Nebenwirkung gewisser Medikamente.
Ein wunderbarer Indikator für eine optimale Wasserversorgung ist die Farbe des Urins. Je heller der Urin, desto besser ist unser Körper mit Wasser versorgt und desto besser funktioniert unser Stoffwechsel. Je dunkler, konzentrierter, desto schlechter ist unser Wasserhaushalt. Ein dunkler Urin ist also ein Zeichen dafür, dass zu wenig getrunken wurde.
Eine häufig gestellte Frage ist, ob denn schwarzer Tee und Kaffee zur täglichen Flüssigkeitsaufnahme hinzuzählt? Schwarzer Tee und auch Kaffee zählen nur bis zu 2 Tassen als Flüssigkeitszufuhr. Kaffee hat einen Effekt auf die Nieren und wirkt leicht harntreibend. Zudem ist es umso unwahrscheinlicher zusätzlich anderes zu trinken, je mehr Kaffee und schwarzer Tee getrunken wird. Deshalb sollten die vorherrschenden Trinkgewohnheiten aus Wasser und Kräutertee bestehen.
Braucht denn nun jeder Mensch die gleiche Menge an Flüssigkeit? Ein klares NEIN, denn letztlich hängt es vom individuellen Gewicht ab, wieviel Wasser benötigt wird. Eine einfache Formel kann hier helfen: Pro kg Körpergewicht werden etwa 30-40 ml Wasser pro Tag benötigt. Geht man von einem Körpergewicht von beispielsweise 60 kg aus, so sind für diesen Menschen zwischen 1,8 und 2,4 Liter Flüssigkeit pro Tag, gleichmäßig verteilt getrunken, erforderlich. Damit ist der Körper gut versorgt.
Kann man denn auch zu viel Wasser trinken? Handelt es sich hier um den „Genuss“ extremer Mengen, d.h. 5-10 Liter Wasser pro Stunde, dann kommen wir in den ungesunden, bzw. gefährlichen Bereich, denn in diesem Fall würde unser kompletter Salzhaushalt auseinandergeraten.
Der tägliche Bedarf an Wasser verändert sich natürlich, sobald zusätzliche Faktoren wie Hitze, Sport und Bewegung „in´s Spiel kommen“. An diesen Tagen wird mehr geschwitzt und somit darf und soll natürlich mehr getrunken werden .
Noch ein kleiner Tipp am Ende: Morgens auf nüchternen Magen ein Glas warmes Wasser (bestenfalls mit frischer Zitrone), regt die Ausscheidung der über Nacht angesammelten Giftstoffe an.
Lasst uns also die Heilkraft des Wassers nutzen, denn es bringt mit Leichtigkeit Gutes und wie herrlich ist es bei Durst ein Glas frisches Wasser zu trinken.
Als Frau und Heilpraktikerin – was kann mir denn näher liegen als eine Hinwendung zu den Frauenkräutern der Natur.
DIE Heilquelle für alle Arten von Frauenleiden ist dabei unter all den heimischen Frauenkräuter, der Frauenmantel – die Alchemilla.
Mit seinen charmant gerandeten Blättern, in denen sich wie eine Perle auf einem Samtkissen ein Tautropfen sammelt und den zarten gelb-grünen Blüten, sieht der Frauenmantel einfach wunderschön aus. Bescheiden und fast unscheinbar wächst er auf den Wiesen und trägt doch unfassbar heilsame Kräfte.
Die Alchemilla unterstützt bei der Hormonregulation und begleitet Frauen sanft von der Pubertät bis zu den Wechseljahren. Wunderbar ist vor allem die unterstützende Wirkung des Frauenmantels für den Monatsrhythmus. Darum kann er bei allen Menstruationsunregelmäßigkeiten Anwendung finden. Durch die enthaltenen Phytohormone wirkt der Frauenmantel hormonell unterstützend sowohl in der ersten Zyklushälfte, wo er den Eisprung und damit die Fruchtbarkeit fördert, als auch bei Beschwerden der zweiten Zyklushälfte, oft als PMS (Prämenstruelles Syndrom) bezeichnet.
Der Frauenmantel hilft also nicht nur unsere Hormone wieder zu balancieren, sondern schenkt uns auch eine Art Schutzmantel für unser Frau-Sein, wie uns die Form, die Signatur dieser Pflanze zeigt. Das tut in Zeiten der Veränderung, wie es in Pubertät oder auch Wechseljahren der Fall ist, überaus gut.
HEILquelle für alle Arten von FrauenLEIDEN
Beim Frauenmantel verwendet man Blätter und Blüten und sammelt diese zur Blütezeit. Diese können zu Tee, Umschlägen und Tinkturen verarbeitet werden.
FRAUENMANTEL-TEE
Wunderbar einfach kann sich die Heilwirkung des Frauenmantels als Tee entfalten. Einen Teelöffel Frauenmantel für eine große Tasse Tee sind völlig ausreichend. Mit heißem Wasser aufgießen und 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Anschließend schluckweise trinken. Schon eine Tasse Frauenmanteltee täglich hilft gegen Menstruationsbeschwerden, insbesondere Periodenschmerzen.
FRAUENMANTEL-TINKTUR
Intensiv heilsam wirkt die Alchemilla ferner als Tinktur, die sehr einfach selbst hergestellt werden kann. Im Frühling, wenn die Kräfte in der Pflanze am stärksten sind, werden Blätter und die frisch blühenden Blüten auf unbehandelten Wiesen gesammelt.
Zutaten:
Frisch gesammelter Frauenmantel (Blüten und Blätter)
Hochprozentiger Alkohol (Korn oder Schnaps ab 40%)
Zubereitung:
Das frisch gesammelte Frauenmantelkraut und die -blüten leicht zerkleinern und in ein verschließbares Glas etwa ¾ locker schichten.
Anschließend mit dem Alkohol übergießen. Darauf achten, dass das Kraut immer gut mit Alkohol bedeckt ist.
Vier Wochen (ein Monatszyklus) an einem gleichmäßig warmen und nicht vollsonnigen Ort ziehen lassen und immer wieder kräftig durchschütteln. Darauf achten, dass alle Pflanzenteile mit Alkohol bedeckt sind – gegebenenfalls nachgiessen.
Danach filtern und in dunkle Flaschen füllen.
Von der Tinktur können 3x täglich 5 Tropfen eingenommen werden. Ohnehin darf im Frühling bei einem Sonnenspaziergang durch die Natur niemals eine kleine Tasche fehlen, um all die Juwelen der Natur, für unser H E I L – Werden zu sammeln und zu nutzen.
WAS können wir in diesen bewegenden Zeiten Besseres tun als unser Immunsystem stärken und zwar auf allen Ebenen.
Und damit ist nicht nur gemeint den Körper bis in die kleinste Zelle gegen virale „Angriffe“ zu wappnen, sondern auch den Geist und die Seele einzuschließen , denn gerade diese haben entscheidenden Einfluss auf unsere physischen Kräfte.
Es gilt nicht nur an unserer Ernährung, Nahrungsergänzungsmitteln, naturheilkundlichen Medikamenten und Bewegung zu feilen. Das alles ist essentiell wichtig und ich gehe darauf nachfolgend natürlich ein. Ungleich wichtiger sind jedoch unsere G E D A N K E N. Ich werde nicht müde zu betonen, wie sehr unsere Gedanken unsere Wirklichkeit erschaffen. Helle, klare und positive Gedanken optimieren unser Immunsystem, negative Gedanken hingegen unterdrücken es. Wir dürfen, nein, wir sollten die Qualität unseres inneren Dialoges prüfen, neu ausrichten und gegebenenfalls unseren Fokus korrigieren. Der Fokus auf die aktuelle Gewalt der Medien lässt zudem leicht zu in eine Abwärtsspirale der Angst zu geraten. Angst lähmt uns, Angst schwächt das Immunsystem und genau das Gegenteil brauchen wir gerade J E T Z T dringender als je zuvor. 1x pro Tag informieren ist in Ordnung. Mehr nicht. Die Qualität der Psyche beeinträchtigt unser Immunsystem. Das dürfen wir nicht vergessen bei der Wahl, was wir an uns „heranlassen“ und was wir besser „draussen lassen“.
Sind negative Gedanken da, schleicht sich in Wellen Angst herein, oder fällt der Fokus auf Postitives derzeit schwer, dann ist das erstmal wahrzunehmen und auch zu akzeptieren. Doch es sollte uns nicht „leben“. Meditationen, Atemtechniken, Entspannungstechniken, Reduzierung der Nachrichtenflut – all das darf uns dabei unterstützen hier wieder auszusteigen. Vor allem auch das SEIN in der Natur. In Zeiten wie diesen, wo so viel Unsicherheit herrscht, dürfen wir unsere Kraft wieder aus der Natur schöpfen.
Ist der Körper gestärkt, so hat er auf den Angriff von Viren und Bakterien nur eine Antwort : I M M U N
Was können wir darüber hinaus noch für unseren Körper tun um ihn zu stärken und kraftvoll in diesen Zeiten zu bestehen?
E R N Ä H R U N G
Der beste Weg unser Immunsystem zu stärken läuft über eine möglichst gesunde Ernährung. Das ist leicht erklärbar, sitzt doch 80% unseres Immunsystem im Darm. Also genau dort, wo unser Körper mit der Nahrung direkt in Berührung kommt entscheidet sich, ob wir z. B. eine Erkältung bekommen, oder eben nicht. Essen wir also Lebensmittel, die unserem Darm gut tun, tun wir gleichzeitig unserem Immunsystem etwas Gutes.
Jetzt, wo wir wieder frisches G R Ü N vor unserer Haustüre finden, können wir uns mit den darin enthaltenen Vitaminen und Mineralstoffen von innen heraus stärken und Kraft tanken. In den Salat darf also großzügig Giersch, Löwenzahn, Ehrenpreis und Spitzwegerich oder auch Bärlauch gemischt werden. Ergänzt mit möglichst viel frischem Gemüse und Obst geben wir dem Körper die Nährstoffe, die er für ein starkes Immunsystem benötigt. Klicke HIER für mehr Informationen.
Zusätzlich möglichst viel trinken, um den Körper ausreichend zu reinigen. Hilfreich sind hier vor allem Wasser (still), verdünnte Obst- und Gemüsesäfte und Kräuterteemischungen.
Eine Teemischung, die nicht nur den Körper beim Entgiftungsprozess unterstützt, sondern auch beruhigend und ausgleichend wirkt:
20 g Brennessel
20 g Birkenblätter
20 g Lavendel
20 g Johanniskraut
20 g Zitronenmelisse
Für 250 ml Tee 1 bis 1,5 Teelöffel der Kräutermischung mit kochend heißem Wasser übergießen, mindestens 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und dann schluckweise trinken.
V I T A M I N E und M I N E R A L I E N
Ganz essentiell zur Prävention wie Therapie ist eine Supplementierung von Vitamin D3. Weitere Informationen in meinen Artikel die kraft der sonne
Ebenfalls wesentlich bei der Stärkung des Immusystems ist eine Versorgung mit Vitamin C. Diese ist selbstverständlich durch frisches Gemüse und Obst zu erreichen. In Zeiten hoher Belastung allerdings auch durch zusätzliche hochdosierte Gaben.
Eine gute Melange an Vitaminen ist beispielsweise auch das Gerstengraspulver. Ideal als Zusatz im Müsli oder Smoothie. Wird der Tag dann noch mit einem warmen Glas Zitronenwasser auf nüchternen Magen begonnen, so werden wichtige Vitamine aufgenommen und der Körper in seiner Entgiftungsarbeit unterstützt.
Förderlich für die Bildung von Abwehrzellen ist auch die Zufuhr von Zink.
S T R E S S F I L T E R
Gerade in diesen aufregenden Zeiten entsteht leicht eine geistige und körperliche Müdigkeit und Erschöpfung verbunden mit Ängsten.
Um hier entgegenzuwirken, können Präparate mit Rosenwurzextrakten (Rhodiola rosea) entgegenwirken.
B E W E G U N G
Regelmäßige Bewegung und „Belüftunge“ stärkt nicht nur die Muskeln, sondern verbessert auch die körpereigene Abwehr und damit sind auch schon kleine Bewegungseinheiten gemeint. Gerne auch ein Spaziergang oder Sport an der frischen Luft. Ausdauerbewegung aktiviert ad hoc unser Immunsystem.
W E C H S E L D U S C H E N
Ob kalte Güsse oder Wechselduschen – der Wechsel zwischen Kälte und Wärme setzt starke Reize für die Abwehrkräfte. Also gerne in die Morgendusche den „kleinen Kick“ einbauen.
Ist der Körper gestärkt, so hat er auf den Angriff von Viren und Bakterien nur eine Antwort: I M M U N
Es ist so leicht. Einfach nur ATMEN. Den Atem haben wir immer dabei.
Sobald die Angst uns zu beherrschen droht, dann bleibe im Atmen. Ganz ruhig und tief.
Es ist unfassbar faszinierend und man kann es selbst sofort beobachten. Atmen wir ruhig, tief und weit, dann sind wir nicht in der Angst. Das eine schließt das andere aus. Im gegenwärtigen Moment des Atmens gibt es keine Angst. Die Energie wird dadurch im Körper gesammelt, berührt und es kommt wieder zum Schwingen.
Den Atem haben wir immer dabei
Deshalb:
* Finde einen bequemen Sitz und schließe die Augen. * Gesicht, Kiefer und Schultern lockern. * Lang und tief bis in den Bauch hinein einatmen, Atem für einige Sekunden halten und lang ausatmen.
Wir können uns bei jeder Herausforderung durch den Fokus auf den gegenwärtigen Moment in der Frequenz der Liebe und des Vertrauens halten.